Reduktion der Instandhaltungskosten bei globalem Polypropylen-Hersteller

Kernbereiche der Optimierung
Während einer dreiwöchigen Analyse wurde Optimierungspotenzial in folgenden Kernbereichen identifiziert:

• Insgesamt mangelhafte Organisation und Koordination der Instandhaltungsarbeiten sowohl auf Ausführungs- als auch auf Management-Ebene
• Keine ausreichende Vorbereitung von Wartungsarbeiten aufgrund von Problemen in der Terminplanung
• Missmanagement und geringe Koordination der Pausen führt zu wachsender Mehrarbeit
• Mangelhafte Durchführung von Instandhaltungsarbeiten hat negative Auswirkungen auf die Produktivität (55 Prozent Arbeitszeitverlust)

Umsetzung eines erfolgreichen Instandhaltungsmanagements
Der Hauptgrund für die Mängel in der Instandhaltungsorganisation lag in einer historisch gewachsenen Management-Kultur.  Die fehlende Transparenz verhinderte, dass Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen werden konnten. Aufgrund der gegebenen Marktbedingungen, wie zunehmendem Produktionsvolumen und wachsender Gerätekomplexität, hatte das Instandhaltungsmanagement Schwierigkeiten, Wartungsarbeiten effizient zu koordinieren und Stillstandszeiten bewusst zu steuern.

Mit der Einführung eines Management Control and Reporting Systems gelang es T.A. Cook sowohl die Leistung als auch deren Entwicklung messbar zu machen. Mit diesem Tool war der Kunde in der Lage ein konkreteres Verständnis von Dringlichkeit und Kritizität der auszuführenden Wartungsarbeiten zu entwickeln, sodass diese nach ihrer jeweiligen Priorität termingerecht ausgeführt werden konnten. Dadurch ließen sich auch vorbeugende Maßnahmen genauer definieren.

Im Ergebnis konnte die Anlagen-verfügbarkeit um sieben Prozent gesteigert werden, während  reaktive Arbeiten von 90 auf 20 Prozent gesenkt wurden. Aufgrund dieser Maßnahmen konnte innerhalb von zehn Wochen, die durch mangelhafte Arbeitsvorbereitung verursachte Mehrarbeit der technischen Abteilung, von 30 auf neun Minuten pro Schicht verringert werden. Das entspricht einer Einsparung von etwa 3,5 Prozent Vollzeitäquivalenten.

Veränderungsmanagement
Um eine angemessene Vorbereitung von Arbeiten und deren Koordination sicherzustellen, erarbeitete T.A. Cook gemeinsam mit dem Kunden diese Maßnahmen:

• Strikte Trennung von Instandhaltungsprojekten und routinemäßigen Wartungsarbeiten
• Klare Festlegung von Arbeitsbeginn- und -endzeiten sowie Pausenzeiten
• Konkrete Planung der erforderlichen Ressourcen und Sicherstellung eines pünktlichen Arbeitsbeginns
• Festlegung des Vorgehens zur Priorisierung von Arbeiten und
• Einführung eines Gatekeeping-Konzepts um sicherzustellen, dass Produktion und Instandhaltung standardisierten Informations- und Ausführungsprozessen folgen.
 
Nachhaltiges Instandhaltungsmanagement
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Kunden legte T.A. Cook besonders großen Wert darauf, dass alle involvierten Mitarbeiter den gesamten Instandhaltungsprozess vollständig verstanden hatten, denn nur auf diese Weise konnten Wartungsarbeiten wirksam koordiniert und nachhaltig gesteuert werden.

Bereits nach drei Monaten des achtmonatigen Projekts wurden durch Schnittstellenoptimierung der technischen Abteilung sowie klare Aufgabentrennung zwischen Instandhaltung und Produktion wesentliche und nachhaltige Erfolge realisiert.

Zusätzliche Potentiale werden außerdem durch das eingeführte Steuerungssystem aufgezeigt werden.