Freitag, 17. Juni 2011

Petrochemie zwingt Industriedienstleister zu strukturellen Umbrüchen

Die Petrochemiebranche in Westeuropa gibt jährlich 2,9 Milliarden Euro für Anlagenstillstände aus, so das Ergebnis einer aktuellen T.A. Cook-Studie.

Die Petrochemiebranche in Westeuropa gibt jährlich 2,9 Milliarden Euro für Anlagenstillstände aus, so das Ergebnis einer aktuellen T.A. Cook-Studie. „Der Trend entwickelt sich derzeit vom lokalen Stillstandsmanagement zu einer anlagenübergreifenden Organisation der TAR-Kapazitäten“, so Studienleiter Mateus Siwek. 84 Prozent der befragten Experten gehen davon aus, dass Fachkräfte in Zukunft verstärkt anlagenübergreifend eingesetzt werden. In Folge dieses strukturellen Wandels werden auch die TAR-Dienstleister gezwungen sein, ihr Wirkungsgebiet zunehmend zu erweitern, um dadurch ihre Wettbewerbsposition zu behaupten. Diese Annahme bestätigen 74 Prozent der Befragten.

Im Fokus der Verlagerung der Anlagenkapazitäten steht  vor allem die Bereitstellung von Kernkompetenzen an unter-schiedlichen Standorten, die aufgrund verlängerter Abstellungs-zyklen und kontinuierlichem Outsourcing verloren gehen. Um ihre Prozesse besser abstimmen zu können, bevorzugen die Anlagen-betreiber international tätige Dienstleister. Sind derzeit noch 7 Prozent der Dienstleister lokal aktiv, wird dieses Modell in fünf Jahren nicht mehr existieren. Die Zahl der landesweit tätigen Service-Anbieter wird von heute 19 Prozent auf 6 Prozent sinken, während der Anteil international tätiger Service-Anbieter von derzeit 22 Prozent auf 37 Prozent steigt. Dienstleister, die diesem Trend nicht folgen, werden in Zukunft als General-kontraktoren nicht mehr in Frage kommen. Jedoch entstehen für beide Seiten zukünftig durch diese Entwicklungen auch Chancen: für international tätige Dienstleister verbessern sich die Voraus-setzungen für langfristige Kundenbeziehungen und höhere Umsätze, während die Anlagenbetreiber von (relativ) sinkenden Kosten und einer verbesserten Ausführungsqualität profitieren.

Im Rahmen der Studie werden künftige Marktentwicklungstrends in der Petrochemie herausgestellt. Dazu wurden erstmalig Daten von 86 Raffinerien, 25 Olefin-Anlagenbetreibern, 62 Betreibern petrochemischer Anlagenstandorte sowie 450 Anbietern technischer Dienstleistungen in Westeuropa analysiert. 143 Interviews und 25 Experten-Gespräche vertiefen die Betrachtungen, die auf 736 Seiten detailliert dargestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Kontakt:
T.A. Cook & Partner Consultants GmbH
Anne Fischer-Werth
Leipziger Platz 2
10117 Berlin
fon 030-884 307-0
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